Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Matthäus 19

Augsburger GenerativBibel mittel

1Es geschah, als Jesus diese Reden beendet hatte, da zog er aus Galiläa fort und kam in das Gebiet von Judäa jenseits des Jordan.

2Und viele Volksmengen folgten ihm, und er heilte sie dort.

3Da kamen die Pharisäer zu ihm, um ihn auf die Probe zu stellen, und fragten: Ist es erlaubt, seine Frau aus jedem beliebigen Grund zu entlassen?

4Er aber antwortete und sagte: Habt ihr nicht gelesen, dass der Schöpfer sie von Anfang an als Mann und Frau geschaffen hat?

5Und er sagte: Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und sich an seine Frau binden, und die beiden werden ein Fleisch sein.

6Sie sind also nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht trennen.

7Sie sagten zu ihm: Warum hat dann Mose vorgeschrieben, einen Scheidebrief auszustellen und die Frau zu entlassen?

8Er sagte zu ihnen: Wegen eurer Hartherzigkeit hat Mose euch erlaubt, eure Frauen zu entlassen; von Anfang an aber war es nicht so.

9Ich aber sage euch: Wer seine Frau entlässt, außer im Fall von Unzucht, und eine andere heiratet, der bricht die Ehe.

10Da sagten die Jünger zu ihm: Wenn es so um das Verhältnis von Mann und Frau steht, dann ist es nicht ratsam zu heiraten.

11Er aber sagte zu ihnen: Nicht alle können dieses Wort fassen, sondern nur die, denen es gegeben ist.

12Denn es gibt Verschnittene, die von Geburt an so sind, und es gibt Verschnittene, die von Menschen dazu gemacht wurden, und es gibt Verschnittene, die sich selbst um des Himmelreichs willen dazu gemacht haben. Wer es fassen kann, der fasse es.

13Dann brachte man Kinder zu ihm, damit er ihnen die Hände auflege und für sie bete; die Jünger aber wiesen sie zurecht.

14Jesus aber sagte: Lasst die Kinder und hindert sie nicht, zu mir zu kommen; denn Menschen wie ihnen gehört das Himmelreich.

15Und er legte ihnen die Hände auf und ging dann von dort weg.

16Und siehe, einer kam zu ihm und fragte: Lehrer, was Gutes soll ich tun, um das ewige Leben zu erlangen?

17Er aber sagte zu ihm: Was fragst du mich über das Gute? Nur einer ist gut. Wenn du aber ins Leben eingehen willst, so halte die Gebote.

18Er fragte ihn: Welche? Jesus aber sagte: Diese: Du sollst nicht töten, du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsch aussagen,

19Ehre deinen Vater und deine Mutter, und: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.

20Der junge Mann sagte zu ihm: Das alles habe ich befolgt; was fehlt mir noch?

21Jesus sagte zu ihm: Wenn du vollkommen sein willst, geh, verkaufe deinen Besitz und gib ihn den Armen, und du wirst einen Schatz im Himmel haben; dann komm und folge mir nach.

22Als der junge Mann das hörte, ging er traurig weg; denn er besaß ein großes Vermögen.

23Jesus aber sagte zu seinen Jüngern: Wahrlich, ich sage euch: Ein Reicher wird nur schwer in das Himmelreich hineinkommen.

24Und nochmals sage ich euch: Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr geht, als dass ein Reicher in das Himmelreich kommt.

25Als die Jünger das hörten, waren sie sehr bestürzt und fragten: Wer kann dann überhaupt gerettet werden?

26Jesus aber sah sie an und sagte zu ihnen: Bei den Menschen ist das unmöglich, aber bei Gott ist alles möglich.

27Da antwortete Petrus und sagte zu ihm: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir gefolgt. Was werden wir dafür bekommen?

28Jesus aber sagte zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Ihr, die ihr mir gefolgt seid, werdet bei der Wiedergeburt, wenn der Menschensohn sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzt, ebenfalls auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten.

29Und jeder, der um meines Namens willen Brüder oder Schwestern, Vater oder Mutter, Kinder, Äcker oder Häuser verlassen hat, wird das Vielfache empfangen und das ewige Leben erben.

30Viele aber, die jetzt die Ersten sind, werden die Letzten sein, und die Letzten werden die Ersten sein.