Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Matthäus 16

Augsburger GenerativBibel mittel

1Da traten die Pharisäer und Sadduzäer herzu und verlangten von ihm, um ihn auf die Probe zu stellen, er möge ihnen ein Zeichen vom Himmel zeigen.

2Er aber antwortete und sagte ihnen: Wenn es Abend geworden ist, sagt ihr: Es gibt schönes Wetter, denn der Himmel ist rot.

3Und am Morgen sagt ihr: Heute gibt es ein Unwetter, denn der Himmel ist rot und düster. Das Aussehen des Himmels versteht ihr also zu deuten, die Zeichen der Zeit aber könnt ihr nicht deuten?

4Eine böse und ehebrecherische Generation verlangt nach einem Zeichen, doch es wird ihr kein Zeichen gegeben werden als nur das Zeichen des Jona. Und er ließ sie stehen und ging weg.

5Als die Jünger an das andere Ufer kamen, hatten sie vergessen, Brot mitzunehmen.

6Jesus aber sagte zu ihnen: Seht euch vor und hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer.

7Sie aber überlegten bei sich und sagten: Wir haben kein Brot mitgenommen.

8Jesus aber merkte es und sagte: Warum überlegt ihr bei euch, ihr Kleingläubigen, dass ihr kein Brot habt?

9Versteht ihr immer noch nicht? Erinnert ihr euch nicht an die fünf Brote für die Fünftausend und wie viele Körbe ihr aufgesammelt habt?

10Und erinnert ihr euch nicht an die sieben Brote für die Viertausend und wie viele Körbe ihr aufgesammelt habt?

11Wieso versteht ihr nicht, dass ich nicht vom Brot zu euch gesprochen habe? Hütet euch vielmehr vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer.

12Da verstanden sie, dass er nicht gemeint hatte, sich vor dem Sauerteig im Brot zu hüten, sondern vor der Lehre der Pharisäer und Sadduzäer.

13Als Jesus in die Gegend von Cäsarea Philippi kam, fragte er seine Jünger: Für wen halten die Menschen den Menschensohn?

14Sie antworteten: Die einen für Johannes den Täufer, andere für Elija, wieder andere für Jeremia oder einen der Propheten.

15Er fragte sie: Ihr aber, für wen haltet ihr mich?

16Simon Petrus antwortete und sagte: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.

17Jesus antwortete ihm: Selig bist du, Simon, Sohn des Jona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel.

18Und ich sage dir: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten des Totenreichs werden sie nicht überwältigen.

19Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; und was du auf der Erde binden wirst, wird im Himmel gebunden sein, und was du auf der Erde lösen wirst, wird im Himmel gelöst sein.

20Dann schärfte er den Jüngern ein, niemandem zu sagen, dass er der Christus sei.

21Von da an begann Jesus, seinen Jüngern zu zeigen, dass er nach Jerusalem gehen und vieles von den Ältesten, Hohenpriestern und Schriftgelehrten erleiden müsse, getötet werde und am dritten Tag auferstehe.

22Da nahm Petrus ihn beiseite und begann, ihm Vorhaltungen zu machen: Gott bewahre dich, Herr! Das darf dir auf keinen Fall geschehen.

23Er aber wandte sich um und sagte zu Petrus: Weiche hinter mich, Satan! Du bist mir ein Anstoß, denn du bist nicht auf das bedacht, was Gottes ist, sondern auf das, was der Menschen ist.

24Dann sagte Jesus zu seinen Jüngern: Wenn jemand mir nachfolgen will, soll er sich selbst verleugnen, sein Kreuz auf sich nehmen und mir folgen.

25Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es finden.

26Denn was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt? Oder was kann ein Mensch geben, um sein Leben zurückzukaufen?

27Denn der Menschensohn wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit seinen Engeln kommen, und dann wird er jedem nach seinem Tun vergelten.

28Wahrlich, ich sage euch: Es stehen einige hier, die den Tod nicht schmecken werden, bis sie den Menschensohn in seinem Reich kommen sehen.