Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Matthäus 14

Augsburger GenerativBibel mittel

1In jener Zeit hörte Herodes, der Vierfürst, was man von Jesus erzählte,

2und er sagte zu seinen Dienern: Das ist Johannes der Täufer. Er ist von den Toten auferweckt worden, und deshalb wirken die Wunderkräfte in ihm.

3Denn Herodes hatte den Johannes ergreifen lassen, ihn gefesselt und ins Gefängnis gesetzt wegen Herodias, der Frau seines Bruders Philippus.

4Denn Johannes hatte ihm gesagt: Es ist dir nicht erlaubt, sie zur Frau zu haben.

5Und obwohl er ihn töten wollte, fürchtete er die Volksmenge, weil sie ihn für einen Propheten hielten.

6Als aber Herodes Geburtstag feierte, tanzte die Tochter der Herodias vor den Gästen und gefiel dem Herodes,

7dass er ihr mit einem Eid versprach, ihr zu geben, worum sie auch bitten würde.

8Sie aber, von ihrer Mutter dazu angestiftet, sagte: Gib mir hier auf einer Schale den Kopf des Johannes des Täufers.

9Da wurde der König traurig; aber wegen der Eide und der Gäste, die mit ihm zu Tisch lagen, befahl er, ihn ihr zu geben,

10Und er ließ Johannes im Gefängnis enthaupten.

11Und sein Kopf wurde auf einer Schale gebracht und dem Mädchen gegeben, und sie brachte ihn ihrer Mutter.

12Da kamen seine Jünger, holten den Leichnam und begruben ihn; dann gingen sie und berichteten es Jesus.

13Als Jesus das hörte, fuhr er von dort mit einem Boot weg an einen einsamen Ort, um allein zu sein. Doch als die Volksmengen davon hörten, folgten sie ihm zu Fuß aus den Städten.

14Als er ausstieg, sah er eine große Volksmenge, und er hatte Mitleid mit ihnen und heilte ihre Kranken.

15Als es Abend wurde, traten seine Jünger zu ihm und sagten: Der Ort ist einsam, und die Zeit ist schon vorgerückt. Schick die Leute weg, damit sie in die Dörfer gehen und sich etwas zu essen kaufen.

16Jesus aber sagte zu ihnen: Sie brauchen nicht wegzugehen. Gebt ihr ihnen zu essen.

17Sie aber sagten zu ihm: Wir haben hier nichts als fünf Brote und zwei Fische.

18Er aber sagte: Bringt sie mir her.

19Und er ließ die Volksmengen sich auf dem Gras lagern, nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach den Segen, brach die Brote und gab sie den Jüngern, die Jünger aber gaben sie den Leuten.

20Und alle aßen und wurden satt; und sie sammelten die übrig gebliebenen Brocken ein, zwölf Körbe voll.

21Es waren aber etwa fünftausend Männer, die gegessen hatten, Frauen und Kinder nicht mitgerechnet.

22Und gleich darauf drängte er die Jünger, in das Boot zu steigen und ihm ans andere Ufer vorauszufahren, während er die Volksmengen wegschicken wollte.

23Und nachdem er die Leute weggeschickt hatte, stieg er für sich allein auf den Berg, um zu beten. Als es Abend wurde, war er allein dort.

24Das Boot aber war schon weit auf dem See und wurde von den Wellen hin und her geworfen; denn der Wind stand ihnen entgegen.

25In der vierten Nachtwache aber kam er zu ihnen und ging dabei auf dem See.

26Als die Jünger ihn aber auf dem See gehen sahen, erschraken sie und sagten: Es ist ein Gespenst! Und sie schrien vor Angst.

27Sogleich aber redete Jesus zu ihnen und sagte: Habt Mut, ich bin es! Fürchtet euch nicht.

28Petrus aber antwortete ihm und sagte: Herr, wenn du es bist, so befiehl mir, auf dem Wasser zu dir zu kommen.

29Er aber sagte: Komm! Und Petrus stieg aus dem Boot, ging auf dem Wasser und kam auf Jesus zu.

30Als er aber den Wind sah, bekam er Angst, und als er anfing zu sinken, schrie er: Herr, rette mich!

31Sofort streckte Jesus die Hand aus, ergriff ihn und sagte zu ihm: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt?

32Und als sie in das Boot gestiegen waren, legte sich der Wind.

33Die aber im Boot waren, fielen vor ihm nieder und sagten: Du bist wahrhaftig Sohn Gottes.

34Und sie fuhren hinüber und kamen an Land bei Genezaret.

35Und als die Männer jenes Ortes ihn erkannten, schickten sie Boten in die ganze Umgebung und brachten alle Kranken zu ihm,

36Und sie baten ihn, nur den Saum seines Gewandes berühren zu dürfen; und alle, die ihn berührten, wurden geheilt.