Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Markus 3

Augsburger GenerativBibel mittel

1Und er ging wieder in eine Synagoge, und dort war ein Mensch, der eine verdorrte Hand hatte.

2Und sie beobachteten ihn, ob er ihn am Sabbat heilen würde, um ihn anklagen zu können.

3Und er sagte zu dem Mann mit der verdorrten Hand: Steh auf und komm in die Mitte!

4Und er sagte zu ihnen: Ist es am Sabbat erlaubt, Gutes zu tun oder Böses zu tun, ein Leben zu retten oder zu töten? Sie aber schwiegen.

5Da blickte er sie zornig ringsum an, traurig über die Verstocktheit ihres Herzens, und sagte zu dem Mann: Streck deine Hand aus! Und er streckte sie aus, und seine Hand war wieder gesund.

6Da gingen die Pharisäer hinaus und fassten sofort zusammen mit den Anhängern des Herodes einen Beschluss gegen ihn, um ihn umzubringen.

7Jesus aber zog sich mit seinen Jüngern an den See zurück, und eine große Menge aus Galiläa folgte ihm, ebenso aus Judäa

8sowie aus Jerusalem, aus Idumäa, aus dem Gebiet jenseits des Jordan und aus der Gegend von Tyrus und Sidon. Eine große Menge kam zu ihm, weil sie gehört hatten, was er alles tat.

9Und er sagte seinen Jüngern, sie sollten ein Boot für ihn bereithalten wegen der Menge, damit sie ihn nicht erdrückten.

10Denn er heilte viele, sodass alle, die Krankheiten hatten, sich an ihn drängten, um ihn zu berühren.

11Und sooft die unreinen Geister ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder und schrien: Du bist der Sohn Gottes!

12Doch er verbot ihnen mit Nachdruck, ihn bekannt zu machen.

13Dann stieg er auf den Berg und rief zu sich, die er wollte; und sie kamen zu ihm.

14Und er bestimmte zwölf, die bei ihm sein sollten und die er aussenden wollte, um zu predigen

15und die Vollmacht haben sollten, die Dämonen auszutreiben.

16So bestimmte er die Zwölf: Simon, dem er den Namen Petrus gab;

17Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und Johannes, den Bruder des Jakobus, denen er den Namen Boanerges gab, das heißt Söhne des Donners;

18Andreas, Philippus, Bartholomäus, Matthäus, Thomas, Jakobus, den Sohn des Alphäus, Thaddäus, Simon den Kananäer

19und Judas Iskariot, der ihn dann auch verriet. Und er kam nach Hause.

20Und wieder versammelte sich eine Menge, sodass sie nicht einmal etwas essen konnten.

21Als seine Angehörigen das hörten, machten sie sich auf, um ihn mit Gewalt zu holen; denn sie sagten: Er ist von Sinnen.

22Und die Schriftgelehrten, die von Jerusalem herabgekommen waren, sagten: Er ist von Beelzebul besessen, und: Mit Hilfe des Obersten der Dämonen treibt er die Dämonen aus.

23Da rief er sie zu sich und sprach zu ihnen in Gleichnissen: Wie kann der Satan den Satan austreiben?

24Wenn ein Reich in sich gespalten ist, kann dieses Reich nicht bestehen.

25Und wenn eine Familie in sich gespalten ist, kann diese Familie nicht bestehen.

26Und wenn der Satan sich gegen sich selbst erhebt und gespalten ist, kann er nicht bestehen, sondern es ist aus mit ihm.

27Niemand kann in das Haus eines Starken eindringen und ihm sein Hab und Gut rauben, wenn er nicht zuerst den Starken fesselt; erst dann kann er sein Haus ausrauben.

28Wahrlich, ich sage euch: Alles wird den Menschen vergeben werden, die Sünden und alle Lästerungen, wie viel sie auch lästern mögen.

29Wer aber gegen den Heiligen Geist lästert, der findet in Ewigkeit keine Vergebung, sondern ist einer ewigen Sünde schuldig.

30Das sagte er, weil sie behauptet hatten: Er hat einen unreinen Geist.

31Da kamen seine Mutter und seine Brüder; sie blieben draußen stehen und schickten jemanden zu ihm, um ihn rufen zu lassen.

32Eine Menge saß um ihn herum, und man sagte ihm: Sieh, deine Mutter und deine Brüder und deine Schwestern sind draußen und suchen dich.

33Er aber antwortete ihnen: Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder?

34Und er blickte auf die, die rings um ihn im Kreis saßen, und sagte: Seht, das sind meine Mutter und meine Brüder.

35Wer den Willen Gottes tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter.