Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Johannes 2

Augsburger GenerativBibel mittel

1Und am dritten Tag fand eine Hochzeit statt in Kana in Galiläa, und die Mutter Jesu war dort.

2Auch Jesus und seine Jünger waren zu der Hochzeit eingeladen.

3Und als der Wein ausging, weil der Hochzeitswein zu Ende war, sagte die Mutter Jesu zu ihm: „Sie haben keinen Wein mehr.“

4Jesus sagte zu ihr: „Was geht das mich und dich an, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen.“

5Seine Mutter sagte zu den Dienern: „Was immer er euch sagt, das tut.“

6Dort standen sechs steinerne Wasserkrüge für die Reinigung, wie sie bei den Juden üblich ist; jeder fasste zwei oder drei Maß.

7Jesus sagte zu ihnen: „Füllt die Krüge mit Wasser.“ Und sie füllten sie bis zum Rand.

8Dann sagte er zu ihnen: „Schöpft jetzt davon und bringt es dem Tischmeister.“ Und sie brachten es ihm.

9Als der Tischmeister das Wasser kostete, das zu Wein geworden war, und nicht wusste, woher es kam – die Diener aber, die das Wasser geschöpft hatten, wussten es –, rief er den Bräutigam

10und sagte zu ihm: „Jeder setzt zuerst den guten Wein vor, und wenn die Gäste reichlich getrunken haben, den geringeren. Du aber hast den guten Wein bis jetzt aufbewahrt.“

11Damit tat Jesus in Kana in Galiläa das erste seiner Zeichen und offenbarte seine Herrlichkeit, und seine Jünger glaubten an ihn.

12Danach ging er hinab nach Kafarnaum, er und seine Mutter, seine Brüder und seine Jünger; und sie blieben dort nur wenige Tage.

13Das Passafest der Juden war nahe, und Jesus zog hinauf nach Jerusalem.

14Im Tempel fand er die Händler, die Rinder, Schafe und Tauben verkauften, und die Geldwechsler, die dort saßen.

15Da machte er sich eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle aus dem Tempel hinaus, samt den Schafen und den Rindern; das Geld der Wechsler schüttete er aus und stieß ihre Tische um.

16Und zu den Taubenverkäufern sagte er: „Schafft das hier weg! Macht das Haus meines Vaters nicht zu einem Markthaus!“

17Da erinnerten sich seine Jünger, dass geschrieben steht: „Der Eifer für dein Haus wird mich verzehren.“

18Da entgegneten ihm die Juden: „Welches Zeichen zeigst du uns dafür, dass du das tust?“

19Jesus antwortete ihnen: „Reißt diesen Tempel nieder, und in drei Tagen werde ich ihn wieder aufrichten.“

20Da sagten die Juden: „Sechsundvierzig Jahre wurde an diesem Tempel gebaut, und du willst ihn in drei Tagen wieder aufrichten?“

21Er aber sprach vom Tempel seines Leibes.

22Als er dann von den Toten auferweckt worden war, erinnerten sich seine Jünger, dass er dies gesagt hatte, und sie glaubten der Schrift und dem Wort, das Jesus gesprochen hatte.

23Während er nun zum Passafest in Jerusalem war, glaubten viele an seinen Namen, weil sie die Zeichen sahen, die er tat.

24Jesus aber vertraute sich ihnen nicht an, weil er sie alle kannte.

25Er hatte es nicht nötig, dass ihm jemand etwas über einen Menschen bezeugte, denn er wusste selbst, was im Menschen vorging.