Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Johannes 15

Augsburger GenerativBibel mittel

1Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Weingärtner.

2Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, nimmt er weg; und jede, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie noch mehr Frucht bringt.

3Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe.

4Bleibt in mir, und ich bleibe in euch. Wie die Rebe nicht von sich selbst Frucht bringen kann, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so könnt auch ihr es nicht, wenn ihr nicht in mir bleibt.

5Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun.

6Wenn jemand nicht in mir bleibt, wird er hinausgeworfen wie die Rebe und verdorrt; und man sammelt sie, wirft sie ins Feuer, und sie verbrennt.

7Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, dann bittet, um was ihr wollt, und es wird euch zuteilwerden.

8Dadurch wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und meine Jünger werdet.

9Wie der Vater mich geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe.

10Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben, so wie auch ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe.

11Das habe ich zu euch geredet, damit meine Freude in euch sei und eure Freude vollkommen werde.

12Das ist mein Gebot: dass ihr einander liebt, so wie ich euch geliebt habe.

13Eine größere Liebe als diese hat niemand, dass jemand sein Leben für seine Freunde hingibt.

14Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch gebiete.

15Ich nenne euch nicht mehr Knechte, denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut. Euch aber habe ich Freunde genannt, weil ich euch alles mitgeteilt habe, was ich von meinem Vater gehört habe.

16Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und euch dazu bestimmt, dass ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibt, damit der Vater euch gibt, um was immer ihr ihn in meinem Namen bittet.

17Das gebiete ich euch: dass ihr einander liebt.

18Wenn die Welt euch hasst, dann wisst, dass sie mich vor euch gehasst hat.

19Wenn ihr aus der Welt wäret, würde die Welt das Ihre lieben. Weil ihr aber nicht aus der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt erwählt habe, darum hasst euch die Welt.

20Denkt an das Wort, das ich euch gesagt habe: Ein Knecht ist nicht größer als sein Herr. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen; wenn sie mein Wort gehalten haben, werden sie auch das eure halten.

21Aber das alles werden sie euch antun um meines Namens willen, weil sie den nicht kennen, der mich gesandt hat.

22Wenn ich nicht gekommen wäre und zu ihnen geredet hätte, hätten sie keine Sünde. Jetzt aber haben sie keine Ausrede für ihre Sünde.

23Wer mich hasst, hasst auch meinen Vater.

24Wenn ich nicht die Werke unter ihnen getan hätte, die kein anderer getan hat, hätten sie keine Sünde. Jetzt aber haben sie es gesehen und doch sowohl mich als auch meinen Vater gehasst.

25Doch das geschieht, damit das Wort erfüllt wird, das in ihrem Gesetz geschrieben steht: Sie haben mich ohne Grund gehasst.

26Wenn der Beistand kommt, den ich euch vom Vater senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, der wird Zeugnis über mich geben.

27Und auch ihr gebt Zeugnis, weil ihr von Anfang an bei mir seid.