Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Jakobus 4

Augsburger GenerativBibel mittel

1Woher kommen Kriege und woher kommen Streitigkeiten unter euch? Nicht eben daher, aus euren Begierden, die in euren Gliedern Krieg führen?

2Ihr begehrt und habt doch nichts; ihr tötet und seid eifersüchtig und könnt es dennoch nicht erlangen; ihr streitet und führt Krieg. Und ihr habt nichts, weil ihr nicht bittet.

3Ihr bittet und empfangt doch nichts, weil ihr in falscher Absicht bittet, nur um es für eure Begierden zu verbrauchen.

4Ihr Treulosen, wisst ihr nicht, dass Freundschaft mit der Welt Feindschaft gegen Gott bedeutet? Wer also ein Freund der Welt sein will, macht sich damit zum Feind Gottes.

5Oder meint ihr, die Schrift sage es ohne Grund? Mit Eifersucht verlangt der Geist, den Gott in uns wohnen ließ.

6Umso größer aber ist die Gnade, die er gibt. Darum heißt es: Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber schenkt er Gnade.

7Ordnet euch also Gott unter; dem Teufel aber widersteht, dann wird er vor euch fliehen.

8Naht euch Gott, dann wird er sich euch nahen. Reinigt eure Hände, ihr Sünder, und macht eure Herzen rein, ihr Wankelmütigen.

9Erkennt euer Elend, trauert und weint; euer Lachen verwandle sich in Trauer und eure Freude in Niedergeschlagenheit.

10Demütigt euch vor dem Herrn, dann wird er euch erhöhen.

11Verleumdet einander nicht, Brüder. Wer über einen Bruder schlecht redet oder seinen Bruder verurteilt, redet schlecht über das Gesetz und verurteilt das Gesetz; wenn du aber das Gesetz verurteilst, bist du kein Täter des Gesetzes, sondern sein Richter.

12Einer nur ist Gesetzgeber und Richter, er, der retten und verderben kann. Wer aber bist du, dass du deinen Nächsten verurteilst?

13Und nun zu euch, die ihr sagt: Heute oder morgen wollen wir in diese oder jene Stadt reisen, dort ein Jahr bleiben, Geschäfte machen und Gewinn erzielen.

14Dabei wisst ihr nicht einmal, was der morgige Tag bringt. Denn was ist schon euer Leben? Ihr seid nur ein Dunst, der eine kleine Weile sichtbar ist und dann wieder verschwindet.

15Stattdessen solltet ihr sagen: Wenn der Herr will, werden wir leben und dies oder jenes tun.

16So aber prahlt ihr in eurem Übermut; doch jedes solche Prahlen ist böse.

17Wer also weiß, was gut ist, und es nicht tut, für den ist es Sünde.