Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

1. Petrus 2

Augsburger GenerativBibel mittel

1Legt also alle Bosheit ab und allen Betrug, Heuchelei, Neid und alle Verleumdung

2und verlangt wie neugeborene Kinder nach der reinen, dem Wort gemäßen Milch, damit ihr durch sie heranwachst zur Rettung,

3wenn ihr geschmeckt habt, dass der Herr gütig ist.

4Kommt zu ihm, dem lebendigen Stein, der von den Menschen zwar verworfen wurde, bei Gott aber auserwählt und kostbar ist,

5und auch ihr werdet als lebendige Steine zu einem geistlichen Haus aufgebaut, zu einer heiligen Priesterschaft, um geistliche Opfer darzubringen, die Gott wohlgefällig sind durch Jesus Christus.

6Denn in der Schrift steht: Siehe, ich lege in Zion einen auserwählten, kostbaren Eckstein, und wer an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden.

7Euch nun, die ihr glaubt, gilt diese Ehre; für die Ungläubigen aber gilt: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden, und zu einem Stein des Anstoßes und einem Fels des Strauchelns,

8Sie stoßen sich daran, weil sie dem Wort ungehorsam sind - und dazu waren sie auch bestimmt.

9Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, ein heiliges Volk, ein Volk, das Gott zu seinem Eigentum gemacht hat, damit ihr die großen Taten dessen verkündet, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen hat.

10Einst wart ihr kein Volk, jetzt aber seid ihr Gottes Volk; einst hattet ihr kein Erbarmen gefunden, jetzt aber hat Gott sich euer erbarmt.

11Geliebte, ich ermahne euch als Fremde und Gäste in dieser Welt, euch von den fleischlichen Begierden fernzuhalten, die gegen die Seele Krieg führen.

12Führt unter den Heiden ein vorbildliches Leben, damit sie, wo sie euch jetzt als Übeltäter verleumden, durch eure guten Taten, die sie sehen, Gott preisen am Tag, an dem er sich ihrer annimmt.

13Ordnet euch um des Herrn willen jeder menschlichen Ordnung unter, sei es dem König als dem Höchsten,

14sei es den Statthaltern, die von ihm gesandt sind, um die Übeltäter zu bestrafen und die zu loben, die Gutes tun.

15Denn das ist der Wille Gottes, dass ihr durch gute Taten dem Unverstand der törichten Menschen den Mund stopft.

16Lebt als Freie, doch missbraucht eure Freiheit nicht als Deckmantel für das Böse, sondern lebt als Knechte Gottes.

17Ehrt alle Menschen, liebt die Geschwister, fürchtet Gott, ehrt den König.

18Ihr Hausdiener, ordnet euch mit allem Respekt euren Herren unter, nicht nur den guten und freundlichen, sondern auch den verkehrten und unredlichen.

19Denn das findet Gnade, wenn jemand um seines Gewissens vor Gott willen Leid erträgt und dabei zu Unrecht leidet.

20Denn was ist das für ein Ruhm, wenn ihr Schläge ertragt, weil ihr gesündigt habt? Wenn ihr aber Gutes tut, dabei leidet und es geduldig ertragt, das findet Gnade bei Gott.

21Denn dazu seid ihr berufen, weil auch Christus für euch gelitten und euch ein Vorbild hinterlassen hat, damit ihr seinen Spuren folgt.

22Er hat keine Sünde getan, und kein Betrug kam aus seinem Mund.

23Wenn er beschimpft wurde, beschimpfte er nicht zurück; wenn er litt, drohte er nicht, sondern stellte alles dem anheim, der gerecht richtet.

24Er selbst hat unsere Sünden an seinem Leib auf das Holz hinaufgetragen, damit wir, den Sünden gestorben, für die Gerechtigkeit leben. Durch seine Wunden seid ihr geheilt worden.

25Denn ihr wart wie Schafe, die sich verirrt hatten, doch jetzt seid ihr umgekehrt zu dem Hirten und Hüter eurer Seelen.