Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

1. Johannes 4

Augsburger GenerativBibel mittel

1Geliebte, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind; denn viele falsche Propheten sind in die Welt hinausgegangen.

2Daran erkennt ihr den Geist Gottes: Jeder Geist, der bekennt, dass Jesus Christus im Fleisch gekommen ist, ist aus Gott;

3und jeder Geist, der Jesus nicht bekennt, ist nicht aus Gott. Das ist der Geist des Antichrists, von dem ihr gehört habt, dass er kommt; und schon jetzt ist er in der Welt.

4Ihr seid aus Gott, Kinder, und habt sie besiegt; denn der in euch ist, ist größer als der in der Welt ist.

5Sie sind aus der Welt; darum reden sie, wie die Welt redet, und die Welt hört auf sie.

6Wir aber sind aus Gott. Wer Gott kennt, hört auf uns; wer nicht aus Gott ist, hört nicht auf uns. Daran erkennen wir den Geist der Wahrheit und den Geist des Irrtums.

7Geliebte, lasst uns einander lieben; denn die Liebe kommt aus Gott, und jeder, der liebt, ist aus Gott geboren und kennt Gott.

8Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist Liebe.

9Darin ist die Liebe Gottes unter uns offenbar geworden, dass Gott seinen einzigen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben.

10Darin besteht die Liebe: nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühne für unsere Sünden gesandt hat.

11Geliebte, wenn Gott uns so geliebt hat, dann sind auch wir verpflichtet, einander zu lieben.

12Niemand hat Gott jemals gesehen. Wenn wir einander lieben, bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns zur Vollendung gekommen.

13Daran erkennen wir, dass wir in ihm bleiben und er in uns: dass er uns von seinem Geist gegeben hat.

14Und wir haben gesehen und bezeugen, dass der Vater den Sohn als Retter der Welt gesandt hat.

15Wer bekennt, dass Jesus der Sohn Gottes ist, in dem bleibt Gott, und er bleibt in Gott.

16Und wir haben die Liebe erkannt und ihr geglaubt, die Gott unter uns hat. Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm.

17Darin ist die Liebe bei uns zur Vollendung gekommen, dass wir Zuversicht haben für den Tag des Gerichts; denn wie er ist, so sind auch wir in dieser Welt.

18In der Liebe gibt es keine Furcht, sondern die vollkommene Liebe vertreibt die Furcht; denn die Furcht rechnet mit Strafe. Wer sich aber fürchtet, ist in der Liebe nicht vollendet.

19Wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat.

20Wenn jemand sagt: Ich liebe Gott, und dabei seinen Bruder hasst, ist er ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er gesehen hat, kann Gott nicht lieben, den er nicht gesehen hat.

21Und dieses Gebot haben wir von ihm: Wer Gott liebt, soll auch seinen Bruder lieben.