Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Sprüche 3

Augsburger GenerativBibel Lesefluss

1Mein Sohn, vergiss nicht, was ich dich gelehrt habe, und bewahre meine Gebote tief in deinem Herzen.

2Denn sie schenken dir ein langes Leben, viele Jahre und dazu Frieden.

3Güte und Treue sollen dich nie verlassen. Binde sie dir um den Hals, schreib sie tief in dein Herz.

4So wirst du Anerkennung finden und guten Ruf bei Gott und bei den Menschen.

5Vertrau dem HERRN von ganzem Herzen und verlass dich nicht auf deinen eigenen Verstand.

6Denk bei allem, was du tust, an ihn, dann macht er deine Wege gerade.

7Halt dich nicht selbst für so klug. Hab Ehrfurcht vor dem HERRN und meide das Böse.

8Das wird deinen Körper gesund machen und dir bis in die Knochen guttun.

9Ehre den HERRN mit dem, was du besitzt, und gib ihm das Beste von allem, was du erntest.

10Dann werden deine Scheunen voll sein und deine Fässer vom neuen Wein überlaufen.

11Mein Sohn, lehn die Erziehung des HERRN nicht ab, und sei nicht verärgert, wenn er dich zurechtweist.

12Denn der HERR weist gerade den zurecht, den er liebt, so wie ein Vater den Sohn, den er gernhat.

13Glücklich ist, wer Weisheit gefunden hat, und wer zu echter Einsicht gelangt.

14Denn sie einzuhandeln ist mehr wert als Silber, und was sie einbringt, ist besser als Gold.

15Sie ist kostbarer als Edelsteine, nichts, was du dir wünschst, reicht an sie heran.

16In ihrer rechten Hand hält sie ein langes Leben, in ihrer linken Reichtum und Ansehen.

17Ihre Wege führen ins Glück, und alle ihre Pfade bringen Frieden.

18Sie ist ein Baum des Lebens für alle, die nach ihr greifen. Wer sie festhält, ist glücklich zu nennen.

19Mit Weisheit hat der HERR die Erde gegründet und mit Einsicht den Himmel gefestigt.

20Durch sein Wissen brachen die Tiefen des Wassers hervor, und aus den Wolken fällt der Tau.

21Mein Sohn, lass sie nicht aus den Augen. Halt an klugem Rat und Umsicht fest.

22Dann werden sie dir Leben schenken und deinen Hals zieren wie ein schöner Schmuck.

23Dann gehst du deinen Weg voller Zuversicht, und dein Fuß strauchelt nicht.

24Legst du dich hin, brauchst du dich nicht zu fürchten. Du legst dich nieder und schläfst ruhig und tief.

25Erschrick nicht vor plötzlicher Gefahr und nicht vor dem Verderben, das über die Gottlosen hereinbricht.

26Denn der HERR gibt dir Halt und bewahrt deinen Fuß davor, in die Falle zu geraten.

27Verweigere niemandem das Gute, das ihm zusteht, wenn du die Möglichkeit hast, es zu tun.

28Sag zu deinem Mitmenschen nicht: Komm später wieder, morgen gebe ich es dir, wenn du es doch schon jetzt bei dir hast.

29Plane nichts Böses gegen deinen Nächsten, der dir vertraut und arglos bei dir wohnt.

30Fang keinen Streit mit jemandem ohne Grund an, wenn er dir nichts Böses getan hat.

31Beneide keinen, der mit Gewalt zum Ziel kommt, und schlag keinen seiner Wege ein.

32Denn wer krumme Wege geht, ist dem HERRN ein Gräuel, aber mit den Aufrichtigen ist er eng vertraut.

33Auf dem Haus des Gottlosen liegt der Fluch des HERRN, aber das Zuhause der Gerechten segnet er.

34Über die Spötter spottet er selbst, aber den Demütigen schenkt er seine Gunst.

35Die Weisen werden mit Ehre belohnt, aber die Toren ernten nur Schande.