Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Sprüche 25

Augsburger GenerativBibel Lesefluss

1Auch das hier sind Sprüche Salomos, gesammelt von den Beamten Hiskias, des Königs von Juda.

2Gott ehrt sich, indem er Dinge verborgen hält; Könige ehren sich, indem sie ihnen auf den Grund gehen.

3So hoch wie der Himmel, so tief wie die Erde, so unergründlich ist das Herz der Könige.

4Trenne die Schlacke vom Silber, dann kann der Goldschmied daraus ein Gefäß machen.

5Schaff die Bösen aus der Nähe des Königs, dann steht sein Thron fest durch Gerechtigkeit.

6Spiel dich vor dem König nicht auf und dräng dich nicht auf den Platz der Mächtigen.

7Denn besser, man sagt zu dir: Rück weiter nach oben!, als dass du vor einem Vornehmen heruntergesetzt wirst, den du doch selbst vor Augen hattest.

8Lauf nicht vorschnell vor Gericht. Denn was willst du am Ende tun, wenn dein Gegner dich bloßstellt?

9Trag deinen Streit mit deinem Nächsten aus, aber plaudere dabei nicht das Geheimnis eines Dritten aus,

10sonst zieht dich jeder in Verruf, der es hört, und dein schlechter Ruf wird dich nie mehr loslassen.

11Wie goldene Äpfel auf silbernen Schalen ist ein Wort, das zur rechten Zeit gesagt wird.

12Wie ein goldener Ring, wie Schmuck aus reinem Gold ist die Mahnung eines Weisen für ein Ohr, das hören will.

13Wie kühlender Schnee an einem heißen Erntetag ist ein zuverlässiger Bote für den, der ihn schickt: Er tut seinem Herrn richtig wohl.

14Wolken und Wind, aber kein Tropfen Regen: so ist einer, der mit Geschenken prahlt, die er nie gibt.

15Mit langem Atem lässt sich sogar ein Herrscher umstimmen, und ein sanftes Wort bricht den härtesten Widerstand.

16Hast du Honig gefunden, iss nur so viel, wie dir guttut, sonst wird dir übel und du erbrichst ihn wieder.

17Setz nur selten einen Fuß ins Haus deines Nachbarn, sonst hat er dich bald satt und kann dich nicht mehr sehen.

18Ein Knüppel, ein Schwert, ein spitzer Pfeil: das ist einer, der als falscher Zeuge gegen seinen Nächsten aussagt.

19Wie ein kranker Zahn und ein Fuß, der einknickt, so ist es, sich in der Not auf einen Treulosen zu verlassen.

20Wie wenn man am kalten Tag den Mantel auszieht oder Essig auf Natron gießt, so wirkt fröhliches Singen bei einem, der traurig ist.

21Hat dein Feind Hunger, gib ihm zu essen; hat er Durst, gib ihm zu trinken.

22Denn so häufst du glühende Kohlen auf seinen Kopf, und der HERR wird es dir vergelten.

23Wie der Nordwind Regen bringt, so bringt eine heimlich lästernde Zunge finstere Gesichter.

24Besser in einer Ecke auf dem Dach hausen als mit einer streitsüchtigen Frau ein Haus teilen.

25Wie kühles Wasser für einen, der am Ende seiner Kräfte ist, so ist eine gute Nachricht aus der Ferne.

26Wie eine getrübte Quelle, wie ein verschmutzter Brunnen ist ein Gerechter, der vor den Bösen einknickt.

27Zu viel Honig zu essen tut nicht gut, doch dem Schwierigen auf den Grund zu gehen, das bringt Ehre.

28Wie eine Stadt, deren Mauer eingerissen ist, so ist ein Mensch, der sich nicht beherrschen kann.