Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Sprüche 22

Augsburger GenerativBibel Lesefluss

1Ein guter Ruf ist mehr wert als großer Reichtum, und Ansehen zählt mehr als Silber und Gold.

2Reich und arm haben miteinander zu tun, denn der HERR hat sie alle gemacht.

3Wer klug ist, sieht die Gefahr kommen und bringt sich in Sicherheit; die Unerfahrenen aber laufen weiter und müssen dafür büßen.

4Wer bescheiden ist und den HERRN ehrt, bekommt zum Lohn Reichtum, Ansehen und Leben.

5Auf dem Weg des Falschen lauern Dornen und Fallen; wer sein Leben schützen will, hält sich davon fern.

6Bring einem Kind von klein auf den rechten Weg bei, dann wird es auch im Alter nicht davon abkommen.

7Der Reiche bestimmt über die Armen, und wer sich Geld leiht, wird zum Knecht dessen, der es ihm gibt.

8Wer Unrecht sät, wird Unglück ernten, und mit dem Stock seiner Wut ist es bald vorbei.

9Wer ein großzügiges Herz hat, wird gesegnet, denn er teilt sein Brot mit den Armen.

10Jag den Spötter fort, dann ist der Streit vorbei, und Zank und Beschimpfung haben ein Ende.

11Wer aufrichtig und lauter ist und freundlich redet, den hat sogar der König zum Freund.

12Der HERR wacht über die Erkenntnis, doch die Worte des Betrügers bringt er zu Fall.

13Der Faule sagt: Draußen ist ein Löwe, mitten auf der Straße werde ich noch umgebracht.

14Der Mund fremder Frauen ist wie eine tiefe Grube; wen der HERR straft, der stürzt hinein.

15In jedem Kind steckt tief die Dummheit; eine feste Erziehung treibt sie ihm aus.

16Wer die Armen ausbeutet, um reicher zu werden, und wer dem Reichen etwas schenkt, endet selbst in Armut.

17Hör gut zu und beachte, was die Weisen sagen, und öffne dein Herz für meine Erkenntnis.

18Es tut gut, wenn du sie in dir behältst und sie dir immer auf den Lippen liegen.

19Damit du dein Vertrauen auf den HERRN setzt, unterweise ich dich heute, gerade dich.

20Ich habe dir dreißig Sprüche voll gutem Rat und Erkenntnis aufgeschrieben,

21damit du erkennst, was zuverlässig und wahr ist, und denen, die dich schicken, eine verlässliche Antwort geben kannst.

22Nutze die Armen nicht aus, nur weil sie arm sind, und mach den Schwachen vor Gericht nicht nieder.

23Denn der HERR selbst tritt für sie ein, und wer sie ausraubt, dem nimmt er das Leben.

24Freunde dich nicht mit einem Jähzornigen an und lass dich mit einem Hitzkopf nicht ein,

25sonst gewöhnst du dir seine Art an und legst dir selbst eine Falle.

26Gehör nicht zu denen, die per Handschlag für fremde Schulden geradestehen.

27Denn wenn du nicht zahlen kannst, warum sollst du dann sogar dein Bett verlieren?

28Verschieb nicht die alte Grenze, die schon deine Vorfahren gezogen haben.

29Kennst du jemanden, der seine Arbeit meisterhaft versteht? Er wird Königen dienen und nicht im Dienst einfacher Leute bleiben.