Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Sprüche 20

Augsburger GenerativBibel Lesefluss

1Wein macht zum Spötter und Bier macht laut; wer sich davon berauscht, wird nie klug.

2Der Schrecken, den ein König verbreitet, ist wie das Knurren eines Löwen; wer ihn reizt, setzt sein Leben aufs Spiel.

3Es ehrt einen Menschen, einem Streit aus dem Weg zu gehen; nur Narren fahren gleich auf.

4Aus Angst vor der Kälte pflügt der Faule nicht; zur Erntezeit sucht er dann etwas und findet nichts.

5Was ein Mensch im Herzen plant, liegt tief wie ein Brunnen; doch wer klug ist, holt es ans Licht.

6Viele rühmen sich ihrer eigenen Treue; aber einen, auf den wirklich Verlass ist, wer findet den?

7Wer aufrichtig und ehrlich lebt, ist gerecht; seine Kinder haben es gut, die nach ihm kommen.

8Ein König, der zu Gericht sitzt, durchschaut mit einem Blick alles Böse und trennt es aus.

9Wer darf von sich behaupten, er habe ein reines Herz und sei frei von aller Schuld?

10Falsche Gewichte und falsche Maße - beides verabscheut der HERR.

11Schon an dem, was ein Kind tut, zeigt sich, ob sein Handeln rein und ehrlich ist.

12Das Ohr, das hört, und das Auge, das sieht - beide hat der HERR geschaffen.

13Hänge nicht am Schlaf, sonst wirst du arm; halte die Augen offen, dann hast du genug zu essen.

14Schlechte Ware, schlechte Ware, sagt der Käufer beim Handeln; kaum ist er weg, prahlt er mit dem Schnäppchen.

15Gold gibt es und Edelsteine in Mengen; doch das kostbarste Kleinod sind Lippen, die weise reden.

16Nimm dem das Gewand, der für einen Fremden gebürgt hat; verlange von ihm ein Pfand, wenn er sich für Unbekannte verbürgt.

17Erschwindeltes Brot schmeckt zunächst süß, doch danach hat man den Mund voller Kies.

18Pläne gelingen, wenn man sich beraten lässt; führe Krieg nur mit kluger Strategie.

19Wer herumtratscht, plaudert Geheimnisse aus; lass dich mit einem Schwätzer gar nicht erst ein.

20Wer Vater und Mutter verflucht, dessen Lebenslicht erlischt in tiefster Dunkelheit.

21Ein Erbe, das man sich am Anfang gierig zusammenrafft, bringt am Ende keinen Segen.

22Sag nicht: Das zahle ich heim! Warte auf den HERRN, er wird dir helfen.

23Falsche Gewichte verabscheut der HERR, und eine betrügerische Waage ist durch und durch schlecht.

24Der HERR lenkt die Schritte eines Menschen; wie sollte ein Mensch da seinen eigenen Weg durchschauen?

25Es ist eine Falle, vorschnell etwas als heilig zu geloben und erst hinterher über das Versprechen nachzudenken.

26Ein weiser König trennt die Bösen aus und lässt das Dreschrad über sie fahren.

27Der Atem des Menschen ist eine Leuchte des HERRN; sie durchleuchtet das Innerste eines jeden.

28Güte und Treue schützen einen König; durch Güte steht sein Thron fest.

29Die Kraft ist der Stolz der jungen Männer, und graues Haar ist die Würde der Alten.

30Harte Schläge und Wunden reinigen von der Bosheit; Hiebe dringen bis ins Innerste.