Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Sprüche 12

Augsburger GenerativBibel Lesefluss

1Wer sich gern belehren lässt, will wirklich lernen. Wer aber keine Kritik erträgt, bleibt dumm.

2Wer gut ist, dem schenkt der HERR seine Gunst. Doch wer heimtückische Pläne schmiedet, den verurteilt er.

3Auf Unrecht baut niemand ein festes Leben. Wer aber gerecht ist, ist fest verwurzelt und wankt nicht.

4Eine tüchtige Frau ist der Stolz ihres Mannes. Eine, die ihm Schande macht, zehrt ihn aus wie eine Krankheit, die bis in die Knochen frisst.

5Was Gerechte denken, ist auf das Rechte aus. Was Gottlose planen, ist nichts als Betrug.

6Was Gottlose reden, lauert anderen nach dem Leben. Doch wer ehrlich redet, rettet Menschen.

7Die Gottlosen werden umgestürzt und sind verschwunden. Das Haus der Gerechten aber bleibt stehen.

8Wer klug ist, wird dafür gelobt. Wer aber verdreht denkt, über den lacht man.

9Besser unbeachtet leben und sich einen Diener leisten können, als groß auftreten und nichts zu essen haben.

10Wer gerecht ist, sorgt sich sogar um das Wohl seiner Tiere. Bei den Gottlosen aber ist selbst das Mitleid noch grausam.

11Wer seinen Acker bestellt, hat genug zu essen. Wer hinter leeren Dingen herläuft, hat keinen Verstand.

12Der Gottlose giert nach dem, was böse Menschen erbeuten. Doch was gerecht ist, schlägt Wurzeln und trägt Frucht.

13Wer schlecht redet, verfängt sich in der eigenen Falle. Der Gerechte aber kommt aus der Not heraus.

14Was ein Mensch sagt, bringt ihm reichen Lohn. Und was er tut, fällt auf ihn selbst zurück.

15Der Dumme hält seinen eigenen Weg immer für richtig. Wer aber auf guten Rat hört, ist klug.

16Der Dumme lässt seinen Ärger sofort heraus. Wer klug ist, übergeht eine Kränkung.

17Wer ehrlich ist, sagt vor Gericht die Wahrheit. Ein falscher Zeuge aber verbreitet nur Lügen.

18Manches Gerede verletzt wie Messerstiche. Die Worte der Weisen dagegen heilen.

19Wahre Worte haben für immer Bestand. Die Lüge aber hält nur einen Augenblick.

20Wer Böses ausheckt, trägt Falschheit im Herzen. Wer zum Frieden rät, findet Freude.

21Dem Gerechten geschieht kein wirkliches Unglück. Die Gottlosen aber sind voller Bosheit.

22Lügner sind dem HERRN ein Gräuel. Wer aber ehrlich handelt, an dem hat er Freude.

23Der Kluge behält sein Wissen für sich. Der Dumme aber posaunt seine Dummheit heraus.

24Wer fleißig zupackt, wird einmal das Sagen haben. Wer faul ist, muss anderen dienen.

25Sorgen drücken einen Menschen zu Boden. Ein freundliches Wort aber macht ihn wieder froh.

26Wer gerecht ist, weist seinem Nächsten den Weg. Die Gottlosen aber führt ihr eigener Weg in die Irre.

27Der Faule bringt nicht einmal seine Beute auf den Tisch. Der Fleißige aber gewinnt echten Reichtum.

28Wer gerecht lebt, geht den Weg zum Leben. Dieser Weg führt nicht in den Tod.