Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Sprüche 1

Augsburger GenerativBibel Lesefluss

1Dies sind die Sprüche Salomos, des Sohnes Davids, der König von Israel war.

2Sie sollen helfen, Weisheit und rechte Erziehung zu erkennen und kluge Worte zu verstehen.

3Sie lehren, klug und besonnen zu leben, gerecht, ehrlich und geradlinig zu handeln.

4Sie geben dem Unerfahrenen Klugheit und dem jungen Menschen Wissen und Umsicht.

5Auch wer schon weise ist, soll zuhören und dazulernen, und wer Einsicht hat, gewinnt guten Rat.

6So versteht man Sprichwörter und Gleichnisse, die Worte der Weisen und ihre Rätsel.

7Alles Wissen beginnt damit, dass man Ehrfurcht vor dem HERRN hat. Nur Narren verachten Weisheit und Erziehung.

8Hör auf das, was dein Vater dich lehrt, mein Sohn, und lass nicht fallen, was deine Mutter dir sagt.

9Denn das ist wie ein schöner Kranz auf deinem Kopf und eine Kette um deinen Hals.

10Mein Sohn, wenn schlechte Menschen dich verführen wollen, dann mach nicht mit.

11Vielleicht sagen sie: Komm, mach mit uns Jagd auf einen Menschen, lauern wir einem Unschuldigen grundlos auf.

12Verschlingen wir sie lebendig wie das Totenreich, mit Haut und Haar wie Menschen, die ins Grab sinken.

13Wir werden allerlei wertvolle Sachen erbeuten und unsere Häuser mit Beute füllen.

14Mach mit uns gemeinsame Sache, wir teilen alles aus einer Kasse.

15Mein Sohn, geh diesen Weg nicht mit ihnen, halte dich von ihren Pfaden fern.

16Denn sie sind schnell dabei, Böses zu tun, und haben es eilig, Blut zu vergießen.

17Umsonst spannt man ein Netz, wenn alle Vögel dabei zusehen.

18Doch diese Leute lauern auf ihr eigenes Blut und stellen sich selbst eine Falle.

19So ergeht es jedem, der auf unrechten Gewinn aus ist: Am Ende kostet ihn die Gier das Leben.

20Die Weisheit ruft laut auf der Straße, auf den Plätzen erhebt sie ihre Stimme.

21Wo es am lautesten zugeht, ruft sie, an den Stadttoren hält sie ihre Rede:

22Wie lange noch, ihr Unerfahrenen, wollt ihr eure Ahnungslosigkeit lieben? Wie lange noch wollen Spötter spotten und Narren alles Wissen hassen?

23Kommt her und lasst euch von mir zurechtweisen! Dann gieße ich meinen Geist über euch aus und lasse euch meine Worte hören.

24Ich habe euch gerufen, doch ihr habt euch geweigert; ich habe euch die Hand gereicht, doch keiner hat hingesehen.

25Jeden Rat von mir habt ihr in den Wind geschlagen und meine Zurechtweisung nicht gewollt.

26Darum werde auch ich lachen, wenn euch das Unglück trifft, und spotten, wenn kommt, wovor ihr Angst habt.

27Wenn der Schrecken über euch hereinbricht wie ein Unwetter und das Unglück euch wie ein Sturm überrollt, wenn Not und Angst euch packen.

28Dann rufen sie nach mir, doch ich bleibe stumm; sie suchen mich, aber ich bin nicht mehr zu finden.

29Denn sie haben alles Wissen gehasst und wollten keine Ehrfurcht vor dem HERRN haben.

30Sie wollten meinen Rat nicht und haben jede Zurechtweisung von mir verachtet.

31Darum müssen sie jetzt ausbaden, was sie angerichtet haben, und die Folgen ihrer eigenen Pläne auslöffeln.

32Denn die Unerfahrenen bringt ihr Abweichen um, und die Narren ruiniert ihre Sorglosigkeit.

33Wer aber auf mich hört, wird sicher wohnen, in Ruhe leben und keine Angst vor Unheil haben.