Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Römer 5

Augsburger GenerativBibel Lesefluss

1Gott hat uns angenommen, weil wir ihm vertrauen. Darum lasst uns jetzt Frieden mit ihm halten – durch Jesus Christus, unseren Herrn.

2Weil wir ihm vertrauen, dürfen wir durch ihn jetzt nahe bei Gott sein. Wir leben aus seiner Güte, und darauf können wir uns verlassen. Und wir freuen uns auf den Tag, an dem wir Gottes Herrlichkeit ganz erleben.

3Aber nicht nur das. Sogar in schweren Zeiten sind wir froh. Denn wir wissen: Wer Schweres durchhält, lernt durchzuhalten.

4Wer durchhält, wird stark und zuverlässig. Und wer sich so bewährt, gewinnt Hoffnung.

5Und diese Hoffnung enttäuscht uns nicht. Denn Gott hat seine Liebe in unser Herz gelegt – durch den Heiligen Geist, den er uns geschenkt hat.

6Als wir noch hilflos waren, ist Christus gestorben – genau zur richtigen Zeit, für Menschen, die nichts von Gott wissen wollten.

7Kaum jemand stirbt für einen, der im Recht ist. Für einen wirklich guten Menschen traut sich das vielleicht mal einer.

8Gott aber zeigt uns, wie sehr er uns liebt: Christus ist für uns gestorben, als wir noch alles falsch gemacht haben.

9Sein Tod hat uns mit Gott ins Reine gebracht. Umso sicherer ist: Durch ihn werden wir auch dem Zorn Gottes entgehen.

10Wir waren Gottes Feinde – und trotzdem hat der Tod seines Sohnes uns mit ihm versöhnt. Umso mehr gilt jetzt, wo wir versöhnt sind: Sein Leben rettet uns.

11Und mehr noch: Wir sind voller Freude über Gott. Durch Jesus Christus, unseren Herrn, sind wir jetzt seine Freunde geworden.

12Es fing bei einem einzigen Menschen an: Durch ihn kam die Schuld in die Welt und mit der Schuld der Tod. So traf der Tod alle Menschen, denn alle haben Schuld auf sich geladen.

13Schuld gab es schon, lange bevor Gott das Gesetz gab. Wo aber kein Gesetz ist, wird die Schuld auch nicht angerechnet.

14Trotzdem herrschte der Tod über alle Menschen von Adam bis Mose – auch über die, die nicht wie Adam ein klares Gebot übertreten hatten. Adam weist schon auf den hin, der später kommen sollte.

15Aber Gottes Geschenk ist nicht mit Adams Verfehlung zu vergleichen. Durch den einen Mann, Adam, mussten viele sterben. Doch durch den einen Mann, Jesus Christus, kam Gottes Güte und sein Geschenk in noch viel größerem Maß zu vielen.

16Auch sonst ist das Geschenk anders als die Folgen von Adams Sünde. Die eine Sünde brachte das Urteil und die Verurteilung. Das Geschenk dagegen führt nach unzähligen Verfehlungen zum Freispruch.

17Durch die Sünde dieses einen Mannes bekam der Tod Macht über alle. Umso mehr werden alle, die Gottes überreiche Güte und sein Geschenk der Gerechtigkeit annehmen, durch den einen, Jesus Christus, leben und herrschen.

18Kurz gesagt: Durch die eine Sünde wurden alle Menschen schuldig gesprochen. Genauso bringt die eine gerechte Tat allen Menschen den Freispruch und damit das Leben.

19Weil der eine Mensch nicht auf Gott hörte, wurden viele zu Schuldigen. Und weil der eine Mensch ganz auf Gott hörte, werden viele für gerecht erklärt.

20Dann kam noch das Gesetz dazu, und dadurch wurde die Schuld nur noch größer. Doch wo die Schuld groß wurde, da wurde Gottes Güte noch viel größer.

21Früher hatte die Schuld das Sagen und brachte den Tod. Jetzt hat Gottes Güte das Sagen, macht uns gerecht und schenkt uns ewiges Leben – durch Jesus Christus, unseren Herrn.