Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Römer 15

Augsburger GenerativBibel Lesefluss

1Wir, die wir stark sind, müssen die Schwachen mittragen. Es darf uns nicht nur um uns selbst gehen.

2Jeder von uns soll für den anderen da sein, ihm Gutes tun und ihn stärken.

3Auch Christus hat nicht an sich selbst gedacht. In der Schrift heißt es: „Die Beleidigungen, die eigentlich dir galten, haben mich getroffen.“

4Alles, was früher in der Schrift aufgeschrieben wurde, soll uns etwas lehren. Es macht uns geduldig und gibt uns Mut, damit wir die Hoffnung nicht verlieren.

5Gott schenkt euch Geduld und Mut. Er helfe euch, miteinander einig zu sein, so wie Jesus Christus es will.

6So könnt ihr alle gemeinsam, wie aus einem Mund, Gott loben, den Vater unseres Herrn Jesus Christus.

7Nehmt einander also an, genauso wie Christus euch angenommen hat. So bringt ihr Gott Ehre.

8Ich meine das so: Christus ist für das jüdische Volk da gewesen, weil Gott zu seinem Wort steht. Er hat die Zusagen wahr gemacht, die Gott schon den Vorfahren gegeben hatte.

9Und auch die anderen Völker sollen Gott loben, weil er sich über sie erbarmt hat. In der Schrift steht: „Darum bekenne ich mich zu dir bei den Völkern und singe für deinen Namen.“

10Und an einer anderen Stelle heißt es: „Freut euch, ihr Völker, gemeinsam mit Gottes Volk!“

11Und noch einmal: „Lobt den Herrn, all ihr Völker, alle Menschen sollen ihn preisen!“

12Und der Prophet Jesaja sagt: „Aus der Familie Isais wird einer kommen. Er wird über die Völker herrschen, und sie werden ihre Hoffnung auf ihn setzen.“

13Gott schenkt Hoffnung. Er fülle euch mit Freude und Frieden, weil ihr ihm vertraut. So wird eure Hoffnung immer größer, durch die Kraft des Heiligen Geistes.

14Ich bin mir sicher, liebe Geschwister: Ihr seid wirklich gut, ihr versteht viel und könnt euch auch gegenseitig zurechthelfen.

15Trotzdem habe ich euch an einigen Stellen ziemlich deutlich geschrieben, um euch an manches zu erinnern. Das darf ich, weil Gott mir aus Gnade einen Auftrag gegeben hat:

16Ich soll für die Völker im Dienst von Jesus Christus stehen. Wie ein Priester verkünde ich Gottes gute Nachricht. So sollen die Völker für Gott zu einer Gabe werden, die ihm gefällt, weil der Heilige Geist sie ihm gehören lässt.

17Auf das, was ich für Gott tun darf, bin ich stolz, aber nur, weil ich zu Jesus Christus gehöre.

18Ich rede nur von dem, was Christus wirklich durch mich getan hat, damit die Völker auf Gott hören, durch das, was ich gesagt und getan habe,

19durch eindrückliche Zeichen und Wunder und durch die Kraft von Gottes Geist. So habe ich von Jerusalem an im weiten Umkreis bis nach Illyrien überall die gute Nachricht von Christus verkündet.

20Dabei war es mir wichtig, die gute Nachricht gerade dort zu bringen, wo man von Christus noch nie gehört hatte. Ich wollte nicht auf einem Fundament weiterbauen, das ein anderer gelegt hat.

21Denn in der Schrift steht: „Die, denen noch niemand von ihm erzählt hat, werden ihn sehen, und die noch nichts gehört haben, werden es verstehen.“

22Genau deshalb konnte ich bisher so oft nicht zu euch kommen.

23Aber jetzt gibt es in diesen Gegenden für mich nichts mehr zu tun. Und seit vielen Jahren möchte ich euch unbedingt besuchen.

24Das will ich nun tun, wenn ich nach Spanien reise. Ich hoffe, euch auf dem Weg dorthin zu sehen. Wenn ich erst einmal eine Zeit lang bei euch war, könnt ihr mich dann für die Weiterreise ausstatten.

25Im Moment bin ich aber auf dem Weg nach Jerusalem, um den Gläubigen dort zu helfen.

26Die Gemeinden in Mazedonien und Achaia haben nämlich gern Geld gesammelt für die armen Gläubigen in Jerusalem.

27Sie haben das gern getan, und sie stehen ja auch in der Schuld der Gläubigen in Jerusalem. Denn die anderen Völker haben Anteil bekommen an deren geistlichen Gütern. Also ist es nur recht, dass sie ihnen mit Geld und Gütern aushelfen.

28Wenn ich diese Aufgabe erledigt und ihnen die Sammlung sicher übergeben habe, will ich über euch nach Spanien weiterreisen.

29Und ich bin sicher: Wenn ich zu euch komme, bringe ich den vollen Segen von Christus mit.

30Ich bitte euch dringend, liebe Geschwister, im Namen unseres Herrn Jesus Christus und in der Liebe, die der Geist schenkt: Steht mir bei und betet mit ganzer Kraft für mich zu Gott.

31Betet, dass ich vor den Leuten in Judäa bewahrt werde, die nichts von Gott wissen wollen. Und betet, dass die Gläubigen in Jerusalem meine Hilfe gern annehmen.

32Dann kann ich, wenn Gott es will, voller Freude zu euch kommen und mich bei euch ausruhen.

33Gott, von dem aller Frieden kommt, sei mit euch allen. Amen.