Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Römer 1

Augsburger GenerativBibel Lesefluss

1Ich, Paulus, bin ein Diener von Jesus Christus. Gott hat mich berufen und zu seinem Apostel gemacht, damit ich die gute Nachricht von ihm bekannt mache.

2Diese gute Nachricht hat Gott schon lange vorher angekündigt. Seine Propheten haben sie in den heiligen Schriften aufgeschrieben.

3Es geht dabei um seinen Sohn. Als Mensch ist er ein Nachkomme des Königs David.

4Doch durch seine Auferstehung von den Toten wurde mit aller Macht klar: Er ist Gottes Sohn. Es ist Jesus Christus, unser Herr.

5Durch ihn hat Gott mir alles geschenkt und mich zum Apostel gemacht. Mein Auftrag: Überall unter den Völkern sollen Menschen ihm vertrauen und auf ihn hören - alles für ihn.

6Auch ihr gehört zu diesen Menschen. Jesus Christus hat euch gerufen.

7Dieser Brief ist für euch alle in Rom. Gott liebt euch und hat euch gerufen, ganz zu ihm zu gehören. Ich wünsche euch: Gott, unser Vater, und der Herr Jesus Christus schenken euch ihre Güte und ihren Frieden.

8Zuerst einmal: Ich danke meinem Gott durch Jesus Christus für euch alle. Denn auf der ganzen Welt redet man davon, wie sehr ihr Gott vertraut.

9Gott kann es bezeugen - ihm diene ich von ganzem Herzen, indem ich die gute Nachricht von seinem Sohn weitergebe. Immer wieder denke ich an euch.

10Jedes Mal, wenn ich bete, bitte ich darum: Wenn Gott es will, lass es endlich klappen, dass ich zu euch kommen kann.

11Ich möchte euch unbedingt sehen. Ich will euch etwas weitergeben, was Gottes Geist schenkt, damit ihr fester werdet -

12oder besser gesagt: damit wir uns gegenseitig Mut machen. Euer Vertrauen tut mir gut, und meines tut euch gut.

13Eines sollt ihr wissen, liebe Geschwister: Ich hatte oft vor, zu euch zu kommen, aber bis jetzt kam immer etwas dazwischen. Ich möchte auch bei euch sehen, dass mein Einsatz Frucht bringt - so wie bei den anderen Völkern.

14Ich fühle mich allen Menschen verpflichtet: Griechen und Fremden, Gebildeten und Ungebildeten.

15Deshalb will ich unbedingt auch euch in Rom die gute Nachricht bringen.

16Ich schäme mich nicht für diese gute Nachricht. Denn in ihr wirkt Gottes Kraft, die jeden rettet, der ihr vertraut - zuerst die Juden, aber genauso alle anderen.

17Denn die gute Nachricht zeigt, dass Gott gerecht ist und Menschen vor ihm gerecht werden können - allein dadurch, dass sie ihm vertrauen, von Anfang bis Ende. So steht es schon geschrieben: „Wer gerecht ist, wird leben, weil er Gott vertraut.“

18Vom Himmel her zeigt Gott aber auch seinen Zorn. Er trifft alle Menschen, die nichts von ihm wissen wollen und Unrecht tun - Menschen, die die Wahrheit kennen, sie aber durch ihr Unrecht ersticken.

19Denn was man von Gott wissen kann, liegt klar vor ihren Augen. Gott selbst hat es ihnen gezeigt.

20Eigentlich kann man Gott ja nicht sehen. Aber seit die Welt besteht, erkennt man an dem, was er geschaffen hat, ganz deutlich, wer er ist: seine ewige Kraft und dass er Gott ist. Deshalb haben die Menschen keine Ausrede.

21Sie wussten genau, dass es Gott gibt. Trotzdem ehrten sie ihn nicht und dankten ihm nicht. Stattdessen verloren sie sich in sinnlosen Gedanken, und in ihrem Inneren wurde es immer dunkler und verständnisloser.

22Sie hielten sich für besonders klug - dabei waren sie nichts als Narren.

23Den großartigen, ewigen Gott tauschten sie ein gegen selbstgemachte Bilder: gegen Figuren von vergänglichen Menschen, von Vögeln, von vierbeinigen Tieren und von Kriechtieren.

24Deshalb ließ Gott sie gewähren. Sie folgten den Begierden ihres Herzens und machten sich schmutzig, indem sie ihre eigenen Körper gegenseitig entwürdigten.

25Sie tauschten die Wahrheit über Gott gegen die Lüge ein. Sie beteten das Geschaffene an und dienten ihm - statt dem, der alles geschaffen hat. Ihm aber gebührt für immer Lob und Ehre. Amen.

26Darum ließ Gott zu, dass sie sich von entwürdigenden Trieben beherrschen ließen. Ihre Frauen gaben den natürlichen Umgang miteinander auf und taten, was gegen die Natur ist.

27Genauso machten es die Männer: Sie gaben den natürlichen Umgang mit der Frau auf und wurden voller Verlangen nacheinander. Männer trieben mit Männern, was Schande ist. Und an sich selbst bekamen sie den Lohn, den ihr Irrweg verdiente.

28Und weil sie nichts davon hielten, Gott anzuerkennen, ließ Gott zu, dass ihr Denken völlig verdorben wurde. So taten sie ständig Dinge, die man einfach nicht tut.

29Sie sind voll von allem Unrecht: Bosheit, Gier und Gemeinheit. Sie stecken voller Neid, Mordlust, Streitsucht, Betrug und Hinterhältigkeit.

30Sie tratschen über andere, sie machen andere schlecht, sie hassen Gott, sind frech, überheblich und angeberisch. Ständig denken sie sich neue Gemeinheiten aus, und auf ihre Eltern hören sie nicht.

31Sie sind ohne Verstand, halten keine Abmachung ein, kennen keine Liebe und kein Mitleid.

32Dabei wissen sie ganz genau, dass Gott so etwas mit dem Tod bestraft. Trotzdem tun sie es nicht nur selbst - sie finden es auch noch gut, wenn andere es tun.