Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Philemon 1

Augsburger GenerativBibel Lesefluss

1Von Paulus, der wegen Jesus Christus im Gefängnis sitzt, und von unserem Bruder Timotheus. An dich, lieber Philemon, der du mit uns arbeitest.

2Auch an unsere Schwester Apphia und an Archippus, der wie ein Kamerad mit uns kämpft, und an die ganze Gemeinde, die sich bei dir zu Hause trifft.

3Gott, unser Vater, und der Herr Jesus Christus schenke euch ihre Gnade und ihren Frieden.

4Immer wenn ich bete, denke ich an dich und danke meinem Gott für dich.

5Denn ich höre immer wieder, wie sehr du den Herrn Jesus liebst, wie sehr du ihm vertraust und wie gut du zu allen bist, die zu Gott gehören.

6Mein Wunsch ist: Weil du glaubst und das mit anderen teilst, soll bei dir immer mehr ans Licht kommen, wie viel Gutes in uns ist, das uns mit Christus verbindet.

7Deine Liebe hat mir große Freude gemacht und mich richtig ermutigt, lieber Bruder. Denn du hast den Menschen, die zu Gott gehören, neuen Mut gegeben.

8Eigentlich könnte ich dir, weil ich zu Christus gehöre, ganz offen vorschreiben, was du jetzt zu tun hast.

9Aber weil ich dich liebe, bitte ich dich lieber. Ich, Paulus, bin inzwischen ein alter Mann, und jetzt sitze ich auch noch wegen Jesus Christus im Gefängnis.

10Ich habe eine Bitte an dich, und zwar wegen Onesimus. Er ist für mich wie ein Sohn geworden, hier im Gefängnis, denn durch mich hat er zum Glauben gefunden.

11Früher war er für dich nutzlos, aber jetzt ist er sowohl für dich als auch für mich richtig nützlich geworden. Ihn schicke ich dir nun zurück.

12Und das fällt mir schwer, denn er ist mir so ans Herz gewachsen, als wäre er ein Stück von mir selbst.

13Am liebsten hätte ich ihn bei mir behalten. Dann hätte er mir an deiner Stelle helfen können, solange ich wegen der guten Nachricht im Gefängnis bin.

14Aber ich wollte nichts ohne dein Einverständnis machen. Das Gute, das du tust, soll ja nicht erzwungen sein, sondern aus freien Stücken kommen.

15Vielleicht war er ja nur deshalb für kurze Zeit von dir getrennt, damit du ihn jetzt für immer zurückbekommst.

16Und zwar nicht mehr als Sklaven, sondern als viel mehr: als einen lieben Bruder. Für mich ist er das schon. Doch für dich gilt das noch viel stärker — als Mensch und als Bruder im Glauben an den Herrn.

17Wenn ich also dein Freund und Partner bin, dann nimm ihn so auf, als käme ich selbst.

18Falls er dir Schaden gemacht hat oder dir noch etwas schuldet, dann schreib das mir auf die Rechnung.

19Das schreibe ich, Paulus, hier mit eigener Hand: Ich zahle es zurück. Dabei könnte ich auch sagen, dass du mir eigentlich dich selbst schuldest.

20Ja, lieber Bruder, tu mir diesen Gefallen, weil wir beide zum Herrn gehören. Mach mir das Herz wieder leicht, weil wir mit Christus verbunden sind.

21Ich schreibe dir das, weil ich weiß, dass du tun wirst, worum ich dich bitte. Ja, ich bin sicher, dass du sogar noch mehr tust, als ich sage.

22Und noch etwas: Mach schon mal ein Gästezimmer für mich fertig. Denn ich hoffe, dass Gott eure Gebete erhört und mich wieder zu euch zurückkommen lässt.

23Epaphras lässt dich grüßen. Er sitzt mit mir im Gefängnis, weil auch er zu Jesus Christus gehört.

24Auch Markus, Aristarch, Demas und Lukas grüßen dich. Sie alle arbeiten mit mir zusammen.

25Der Herr Jesus Christus schenke euch seine Gnade — euch von ganzem Herzen.