Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

Matthäus 4

Augsburger GenerativBibel Lesefluss

1Danach führte der Geist Jesus hinaus in die Wüste. Dort sollte der Teufel ihn auf die Probe stellen.

2Vierzig Tage und vierzig Nächte aß er nichts. Am Ende hatte er großen Hunger.

3Da kam der Versucher zu ihm und sagte: Wenn du wirklich Gottes Sohn bist, dann befiehl doch, dass diese Steine zu Brot werden.

4Aber Jesus antwortete: In der Schrift steht: Der Mensch lebt nicht nur von Brot. Er lebt von jedem Wort, das Gott spricht.

5Dann nahm der Teufel ihn mit in die heilige Stadt Jerusalem. Er stellte ihn ganz oben auf den Tempel,

6und sagte: Wenn du wirklich Gottes Sohn bist, dann spring hinunter. Denn in der Schrift steht: Gott wird seinen Engeln befehlen, auf dich aufzupassen. Sie tragen dich auf ihren Händen, damit du nicht einmal mit dem Fuß an einen Stein stößt.

7Jesus antwortete ihm: In der Schrift steht aber auch: Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht herausfordern.

8Dann nahm der Teufel ihn noch einmal mit, auf einen sehr hohen Berg. Von dort zeigte er ihm alle Reiche der Welt mit ihrem ganzen Glanz.

9Er sagte zu ihm: Das alles gebe ich dir, wenn du vor mir auf die Knie fällst und mich anbetest.

10Da sagte Jesus zu ihm: Verschwinde, Satan! Denn in der Schrift steht: Bete den Herrn, deinen Gott, an und diene nur ihm allein.

11Da ließ der Teufel von ihm ab. Und schau: Engel kamen und sorgten für ihn.

12Als Jesus hörte, dass Johannes verhaftet worden war, ging er weg nach Galiläa.

13Er verließ Nazaret und zog nach Kafarnaum. Diese Stadt liegt am See, in der Gegend von Sebulon und Naftali. Dort wohnte er nun.

14So ging in Erfüllung, was Gott durch den Propheten Jesaja gesagt hatte:

15Das Land Sebulon und das Land Naftali, am Weg zum Meer, jenseits des Jordans, das Galiläa, in dem auch Nichtjuden leben:

16Die Menschen, die im Dunkeln leben, haben ein helles Licht gesehen. Über denen, die im Land des Todes und seiner Schatten wohnen, ist ein Licht aufgegangen.

17Von da an fing Jesus an zu predigen. Er sagte: Denkt um und fangt neu an! Denn Gottes neue Welt, das Himmelreich, ist ganz nah.

18Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er zwei Brüder: Simon, den man Petrus nennt, und seinen Bruder Andreas. Sie warfen gerade ihr Netz in den See, denn sie waren Fischer.

19Er sagte zu ihnen: Kommt mit, folgt mir! Ich mache euch zu Fischern, die Menschen für Gott gewinnen.

20Sofort ließen sie ihre Netze liegen und gingen mit ihm.

21Er ging weiter und sah noch zwei andere Brüder: Jakobus, den Sohn von Zebedäus, und seinen Bruder Johannes. Sie waren mit ihrem Vater Zebedäus im Boot und brachten ihre Netze in Ordnung. Jesus rief auch sie.

22Sofort ließen sie das Boot und ihren Vater zurück und gingen mit ihm.

23Jesus zog durch ganz Galiläa. In den Synagogen lehrte er, und er verkündete die gute Nachricht von Gottes neuer Welt. Dabei heilte er jede Krankheit und jedes Leiden bei den Menschen.

24Bald sprach man in ganz Syrien über ihn. Die Leute brachten alle Kranken zu ihm: Menschen mit allen möglichen Leiden und Schmerzen, Menschen mit bösen Geistern, Menschen, die Anfälle hatten, und Gelähmte. Und Jesus machte sie alle gesund.

25Viele Menschen liefen ihm nach: aus Galiläa, aus dem Gebiet der Zehn Städte, aus Jerusalem und Judäa und von der anderen Seite des Jordans.