Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

2. Petrus 3

Augsburger GenerativBibel Lesefluss

1Liebe Freunde, das ist jetzt schon der zweite Brief, den ich euch schreibe. In beiden will ich euch wachrütteln und euch wieder daran erinnern, wie ehrlich ihr eigentlich denkt.

2Denkt an das, was die heiligen Propheten schon früher gesagt haben. Und denkt an das, was der Herr und Retter euch geboten hat und was eure Apostel euch weitergegeben haben.

3Eines müsst ihr vor allem wissen: In der letzten Zeit werden Menschen auftauchen, die über alles spotten. Sie machen nur, wozu sie gerade Lust haben.

4Sie fragen höhnisch: „Wo bleibt er denn nun, der versprochen hat, wiederzukommen? Unsere Vorfahren sind längst gestorben, und trotzdem ist alles noch genau wie am Anfang der Welt.“

5Dabei vergessen sie ganz bewusst: Vor langer Zeit hat Gott durch sein Wort den Himmel gemacht. Und die Erde ließ er aus dem Wasser und mit dem Wasser entstehen.

6Genau mit diesem Wasser hat er die damalige Welt dann überflutet, sodass sie unterging.

7Und auch der Himmel und die Erde, wie sie jetzt sind, bleiben nur durch dasselbe Wort erhalten. Sie sind für das Feuer aufgehoben, bis der Tag kommt, an dem Gott Gericht hält und die Gottlosen verloren gehen.

8Eins dürft ihr aber nicht vergessen, liebe Freunde: Für den Herrn ist ein einziger Tag wie tausend Jahre, und tausend Jahre sind für ihn wie ein einziger Tag.

9Der Herr lässt sich mit seinem Versprechen nicht etwa Zeit, auch wenn manche das so sehen. Nein, er hat Geduld mit euch. Denn er will nicht, dass auch nur ein Einziger verloren geht. Er will, dass alle umdenken und neu anfangen.

10Der Tag, an dem der Herr kommt, überrascht euch wie ein Einbrecher. An diesem Tag wird der Himmel mit lautem Krachen verschwinden. Alles, woraus die Welt besteht, verbrennt im Feuer, und auch die Erde und alles, was Menschen darauf gemacht haben, geht in Flammen auf.

11Wenn das alles einmal so vergeht, überlegt doch: Was für Menschen solltet ihr dann sein? Ihr solltet ein Leben führen, das ganz zu Gott gehört, und ihn ernst nehmen.

12Wartet auf den Tag, an dem Gott kommt, und tut alles, damit er bald da ist. An diesem Tag verbrennt der Himmel und löst sich auf, und alles, woraus die Welt besteht, schmilzt in der Hitze.

13Gott hat uns aber etwas Neues versprochen, und darauf warten wir: einen neuen Himmel und eine neue Erde. Dort wird alles so sein, wie Gott es will, und gerecht zugehen.

14Liebe Freunde, weil ihr darauf wartet, gebt euch Mühe: Lebt so, dass Gott nichts an euch auszusetzen hat. Er soll euch ohne Schuld und in Frieden mit ihm vorfinden.

15Und seht es so: Dass der Herr so geduldig ist, gibt euch die Chance, gerettet zu werden. Genau das hat euch auch unser lieber Bruder Paulus geschrieben, mit der Weisheit, die Gott ihm geschenkt hat.

16In all seinen Briefen schreibt er darüber. Manches darin ist allerdings schwer zu verstehen. Leute, die keine Ahnung haben und im Glauben nicht gefestigt sind, drehen sich das zurecht, wie sie es auch mit anderen Stellen der Bibel machen. Damit richten sie sich nur selbst zugrunde.

17Ihr aber, liebe Freunde, wisst das ja schon im Voraus. Passt also auf, dass diese Leute, die sich um nichts scheren, euch nicht mit ihren falschen Ideen mitreißen und ihr euren festen Halt verliert.

18Wachst stattdessen immer weiter: Lasst euch von Jesus Christus, unserem Herrn und Retter, immer mehr beschenken und lernt ihn immer besser kennen. Ihm gehört alle Herrlichkeit, heute und für immer.