Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

2. Petrus 1

Augsburger GenerativBibel Lesefluss

1Hier schreibt Simon Petrus, ein Diener und Bote von Jesus Christus. Ich schreibe an euch, die ihr denselben kostbaren Glauben bekommen habt wie wir. Möglich gemacht hat das die Gerechtigkeit unseres Gottes und Retters Jesus Christus.

2Ich wünsche euch, dass Gott euch immer mehr beschenkt und euch Frieden gibt. Das geschieht, je besser ihr Gott und Jesus, unseren Herrn, kennenlernt.

3Gott hat uns mit seiner Kraft alles gegeben, was wir zum Leben und für ein Leben brauchen, das ihn ehrt. Das kam dadurch, dass wir den kennengelernt haben, der uns gerufen hat, weil er selbst herrlich und gut ist.

4So hat er uns das Größte und Wertvollste versprochen, was es gibt. Durch diese Zusagen sollt ihr teilhaben an dem, was Gott selbst ausmacht. Und ihr sollt dem Verfall entkommen, den die maßlosen Wünsche in dieser Welt anrichten.

5Genau darum strengt euch mit allem an, was ihr habt: Zu eurem Glauben soll ein anständiges Leben kommen, und zu diesem Leben das Wissen.

6Zu diesem Wissen soll kommen, dass ihr euch im Griff habt. Dazu die Geduld, durchzuhalten. Und dazu, dass ihr ganz für Gott lebt.

7Dazu kommt, dass ihr eure Glaubensgeschwister liebt. Und ganz zuletzt: die Liebe.

8Wenn ihr das alles habt und immer mehr davon, dann sitzt ihr nicht untätig herum. Dann bringt euer Leben Frucht, weil ihr unseren Herrn Jesus Christus wirklich kennt.

9Wem das fehlt, der ist blind und sieht nicht weiter als bis zur eigenen Nasenspitze. Er hat vergessen, dass er von seiner früheren Schuld reingewaschen wurde.

10Deshalb, liebe Geschwister, gebt euch umso mehr Mühe. Sorgt dafür, dass eure Berufung und Erwählung fest steht. Wenn ihr das tut, werdet ihr nie hinfallen.

11Dann nämlich wird euch weit die Tür geöffnet ins ewige Reich unseres Herrn und Retters Jesus Christus.

12Deshalb werde ich euch immer wieder daran erinnern. Ich weiß ja, dass ihr das alles schon kennt und fest in der Wahrheit steht, die zu euch gekommen ist.

13Ich finde es richtig, euch wachzurütteln und euch immer wieder daran zu erinnern, solange ich noch in diesem Körper lebe, der wie ein Zelt nur auf Zeit steht.

14Denn ich weiß, dass ich dieses Zelt bald ablege und sterbe. Das hat mir unser Herr Jesus Christus selbst klar gemacht.

15Und ich will dafür sorgen, dass ihr euch auch nach meinem Tod jederzeit an all das erinnern könnt.

16Wir haben euch keine ausgedachten Märchen erzählt, als wir euch berichteten, wie machtvoll unser Herr Jesus Christus ist und dass er kommt. Nein, wir haben mit eigenen Augen gesehen, wie groß er ist.

17Gott, der Vater, hat ihn geehrt und in seinen Glanz gestellt. Vom herrlichen Gott kam damals diese Stimme zu ihm: „Das ist mein geliebter Sohn. An ihm habe ich Freude.“

18Diese Stimme aus dem Himmel haben wir selbst gehört. Wir waren ja mit ihm zusammen oben auf dem heiligen Berg.

19Dadurch ist das, was die Propheten gesagt haben, für uns noch sicherer geworden. Ihr tut gut daran, darauf zu hören. Es ist wie eine Lampe, die an einem finsteren Ort leuchtet, bis der Tag anbricht und der Morgenstern in euren Herzen aufgeht.

20Eins müsst ihr vor allem verstehen: Keine Vorhersage in der Bibel kann sich jemand selbst zurechtdeuten.

21Denn keine dieser Vorhersagen ist je aus dem eigenen Willen eines Menschen entstanden. Vielmehr haben Menschen das gesagt, was von Gott kam, weil der Heilige Geist sie dazu trieb.