Augsburger GenerativBibel Neues Testament · Urtextnah · mittel · Lesefluss

1 · Urtextnah 2 · mittel 3 · Lesefluss
Kapitel 1 / 16

1. Korinther 1

Augsburger GenerativBibel Lesefluss

1Von Paulus, den Gott dazu berufen hat, ein Apostel von Jesus Christus zu sein. Und von Sosthenes, unserem Bruder im Glauben.

2An die Gemeinde Gottes in der Stadt Korinth: an euch, die ihr zu Gott gehört, weil ihr mit Jesus Christus verbunden seid, und die ihr berufen seid, ganz für Gott da zu sein. Und an alle Menschen überall, die zu Jesus Christus beten. Er ist ihr Herr und unser Herr.

3Gott, unser Vater, und Jesus Christus, der Herr, schenken euch ihre Gnade und ihren Frieden.

4Immer wieder danke ich meinem Gott für euch. Denn weil ihr zu Jesus Christus gehört, hat Gott euch reich beschenkt.

5Durch ihn habt ihr alles bekommen, was ihr braucht: Ihr könnt von der Wahrheit reden, und ihr versteht sie auch.

6Denn was wir euch über Christus gesagt haben, das hat sich bei euch als wahr erwiesen.

7So fehlt euch keine der Gaben, die Gott schenkt, während ihr darauf wartet, dass unser Herr Jesus Christus erscheint.

8Er wird euch bis zum Ende festhalten. So wird euch niemand etwas vorwerfen können, wenn unser Herr Jesus Christus wiederkommt.

9Auf Gott ist Verlass. Er hat euch dazu berufen, eng mit seinem Sohn Jesus Christus zusammenzugehören, mit unserem Herrn.

10Liebe Geschwister, ich bitte euch eindringlich im Namen unseres Herrn Jesus Christus: Redet alle mit einer Stimme. Lasst nicht zu, dass ihr euch in Gruppen spaltet. Haltet zusammen, denkt gemeinsam und zieht an einem Strang.

11Denn die Leute von Chloë haben mir erzählt, liebe Geschwister, dass ihr euch streitet.

12Ich meine das so: Jeder von euch sagt etwas anderes. Der eine: „Ich halte zu Paulus.“ Der andere: „Ich zu Apollos.“ Der nächste: „Ich zu Petrus.“ Und wieder einer: „Ich zu Christus.“

13Ist Christus etwa in Stücke zerteilt? Ist vielleicht Paulus für euch am Kreuz gestorben? Oder seid ihr auf den Namen von Paulus getauft worden? Natürlich nicht!

14Ich bin froh, dass ich von euch niemanden getauft habe außer Krispus und Gaius.

15So kann jetzt keiner behaupten, ich hätte euch auf meinen eigenen Namen getauft.

16Ach ja, die Familie von Stephanas habe ich auch getauft. Sonst kann ich mich an niemanden erinnern.

17Denn Christus hat mir nicht den Auftrag gegeben zu taufen, sondern die gute Nachricht weiterzusagen. Und das nicht mit geschliffenen Reden, damit der Tod von Christus am Kreuz nicht seine Kraft verliert.

18Für Menschen, die ins Verderben laufen, klingt die Botschaft vom Kreuz wie blanker Unsinn. Für uns aber, die gerettet werden, ist sie Gottes Kraft.

19In der Schrift steht es so: „Ich mache die Weisheit der Weisen zunichte, und den Verstand der Verständigen schiebe ich beiseite.“

20Wo sind sie denn nun, die Klugen? Wo die Gelehrten? Wo die großen Denker unserer Zeit? Gott hat doch längst gezeigt, dass die Weisheit dieser Welt nichts als Unsinn ist.

21Gott in seiner Weisheit hat es so eingerichtet: Die Menschen konnten ihn mit all ihrer eigenen Klugheit nicht finden. Darum hat Gott beschlossen, alle zu retten, die glauben – und zwar durch eine Botschaft, die viele für Unsinn halten.

22Die Juden wollen Wunder als Beweis sehen, und die Griechen suchen kluge Gedanken.

23Wir aber sagen den Menschen: Christus ist am Kreuz gestorben. Für die Juden ist das ein Skandal, für die anderen Völker barer Unsinn.

24Aber für alle, die Gott berufen hat, ob Juden oder Griechen, ist genau dieser Christus die Kraft Gottes und die Weisheit Gottes.

25Denn was an Gott töricht aussieht, ist immer noch klüger als alle Menschen. Und was an Gott schwach aussieht, ist immer noch stärker als alle Menschen.

26Schaut euch doch selbst an, liebe Geschwister, wen Gott da berufen hat. Es sind nicht viele dabei, die nach menschlichen Maßstäben klug sind, nicht viele Mächtige, nicht viele aus vornehmen Familien.

27Im Gegenteil: Gerade die, die in den Augen der Welt töricht sind, hat Gott ausgewählt, um die Klugen bloßzustellen. Und die Schwachen hat er ausgewählt, um die Starken bloßzustellen.

28Die Unbedeutenden und die Verachteten hat Gott ausgewählt, ja die, die für nichts zählen. So entmachtet er das, was viel zu gelten scheint.

29So kann sich am Ende kein Mensch vor Gott damit brüsten, was er selbst geleistet hat.

30Gott selbst hat dafür gesorgt, dass ihr mit Jesus Christus verbunden seid. In ihm hat Gott uns wahre Weisheit geschenkt: Durch ihn werden wir vor Gott gerecht, gehören ganz zu Gott und sind frei geworden.

31So trifft zu, was in der Schrift steht: „Wer auf etwas stolz sein will, soll nur auf den Herrn stolz sein.“